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Eine Kampagne sucht eure Unterstützung. LQDN hat ein Projekt unter dem Titel „Datalove USB drives to reform EU copyright“ gestartet und möchte den EU-Abgeordneten USB-Sticks voll mit datalove schicken. Dafür werden 7.500 Euronen gebraucht, etwas mehr als die Hälfte wurde bereits eingesammelt. Bis zum 3. Oktober kann man sich mit einer Spende an der Aktion beteiligen und, wenn man möchte, sogar ein cooles Shirt und den Stick selbst bekommen. Hier könnt ihr euch beteiligen.

Ein Video zur Kampagne, in dem alles hübsch erklärt wird, gibt es natürlich auch noch:

Podcasttipp zur Urheberrechtsdebatte!

Die ewige Debatte rund ums Urheberrecht und neue Verwertungsmodelle im Internet hat einen neuen Baustein bekommen. Martin Auer und ich haben uns auf meinem anderen Podcast Hörensagen in der letzten Folge über das Urheberrecht unterhalten!

Martin Auer könntet ihr von seiner Kurzgeschichte hier im Blog kennen. Er ist Künstler und lebt schon seit vielen Jahren von seinen Büchern. Wir sprechen auch über Kunst hat Recht und den Kommentar im Standard, den ich letztens geschrieben hab. Aber eigentlich geht es darum wie zeitgemäße Lösungsmodelle ausschauen können.

Das Konzept von Hörensagen ist es explizit sich nicht so strukturiert und allgemeinverständlich wie hier im Podcast mit gewissen Themen auseinander zu setzten, viel mehr geht es um die subjektive Seite der Welt und die Persönlichkeiten hinter den Geschichten. Mal etwas Anderes, aber ich wollte mit Hörensagen auch explizit ein offeneres Gesprächsklima ausprobieren.

Hört rein!  (und abonniert! :)

Martin Auer: Zerrissen zwischen Copyright und Creative Commons

Dies ist ein Gastkommentar von Martin Auer. Er ist Autor, 61 Jahre alt und lebt in Wien. Er hat 45 Bücher in den letzten 25 Jahren publiziert und podcastet gemeinsam mit mir auf hörensagen.org.

Fangen wir mit der Ökonomie an: In einer Gesellschaft, die auf dem Tausch von Waren beruht, tauschen Menschen normalerweise das Produkt ihrer Arbeit gegen ein anderes aus, das zu erzeugen gleich viel Arbeitszeit gekostet hat. Und zwar nicht, indem sie die Arbeitszeit unmittelbar messen. Es pendelt sich vielmehr mit der Zeit ein Gleichgewicht ein. Sagen wir, Waldbewohner tauschen mit Ackerbauern Fleisch gegen Mais und Palmwein. Wenn die Waldbewohner zuviel für ihr Fleisch verlangen, wird es für die Ackerbauern lohnender, selber in den Wald zu gehen und zu jagen. Wenn die Ackerbauern zuviel für ihren Palmwein und ihren Mais verlangen, wird es für die Waldbewohner auf Dauer lohnender, selber Äcker anzulegen und Palmen zu pflanzen. Das funktioniert aber nur, weil den Ackerbauern keine gebratenen Tauben in den Mund fliegen und die Waldbewohner den Palmwein nicht aus dem Bach schlürfen können. Das heißt, Fleisch, Mais, Palmwein sind knappe Güter, wie die Ökonomen sich ausdrücken. Sie müssen durch menschliche Arbeit erzeugt werden und menschliche Arbeit kann sie nur in gewissem Umfang hervorbringen. Weiterlesen